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Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass es dieses Jahr wieder eine Preisverleihung geben wird.

Der Beirat hat in seiner letzten Sitzung den Beschluss zur Preisverleihung gefasst und auch die Preisträgerin für 2017 aus den vorgeschlagenen KandidatInnen gewählt.


Die Preisträgerin des Preises für Zivilcourage 2017 wird Jana Grebe aus Worpswede.

  

                                                 

                                   

 

 "Ich kann doch nicht angewiesen werden gegen die Menschenwürde zu verstoßen"

 

Sie wird für ihren Einsatz gegen die unsozialen Vorschriften im Job-Center Osterholz-Scharmbeck ausgezeichnet.


Im Zuge eines Modellversuchs hatte das Jobcenter sogenannte Eingliederungsvereinbarungen (EGV) an Hartz-IV-Empfänger per Serienbrief verschickt - ohne vorherige Einzelfallprüfung. In dem schwer verständlichen vierseitigen Schreiben wurden die Klienten pauschal zu einer Reihe von Aktivitäten aufgefordert, z. B. mindestens fünf Bewerbungen pro Monat zu schreiben, ein Praktikum zu absolvieren und sich eine Kinderbetreuung zu organisieren. Die Empfänger, darunter auch Kranke und Migranten mit geringen Deutschkenntnissen, sollten das Papier unterschreiben, einschließlich der wahrheitswidrigen Behauptung, dass vorher Beratungsgespräche stattgefunden hätten.

Frau Grebe sollte als Fallmanagerin den Unterzeichnern dann bei Verstößen die Sozialleistungen kürzen oder streichen. Gegen diese Anweisung wehrte sie sich zunächst monatelang amtsintern und später mit einer leider erfolglosen Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht in Verden.

 

 

 

 

 

 

 

Vorstand und Beirat der Stiftung trafen jetzt die Preisträgerin und der Laudatorin in Hamburg. In lockerer und sehr angenehmer Atmosphäre zeigte sich schnell, dass der Beirat die richtige Entscheidung getroffen hat. "Wir haben dieses Jahr eine ganz besondere Preisverleihung", so Frajo Hanisch. Mechtild Steinhauer fasste das Gespräch folgender Maßen zusammen: "Diese Preisverleihung müssten viele Menschen besuchen weil das Thema so wichtig ist und viel mehr Öffentlichkeit verdient".

 

     

                                   

              

 

 

 

 

 

 

     

 

 

Demokratie wagen - Zivilcourage zeigen